Ellen Auerbach

Ich habe in der Fotografie auszudrücken versucht, was ich gern mit allem, das ich tue, ausdrücken möchte. Das Bild soll andeuten, was über seinen Inhalt geht. Den göttlichen Grund, würde Meister Eckhart sagen. Die Schönheit eines „häßlichen“ Gesichts. Die Essenz der Dinge … Ich möchte, dass in den unscheinbarsten, gewöhnlichsten, ärmlichsten Themen die Würde und darunterliegende Hoffnung durchschimmert. [Ellen Auerbach, 1985]

 

Nähseide, um 1930 - Ellen Auerbach
Nähseide, um 1930 – Ellen Auerbach

Egon Friedell (1878 – 1938)

Denn ich bin aufs tiefste überzeugt, daß man den Menschen im großen und ganzen nur das mitteilen kann, was sie eigentlich schon wissen, nämlich irgendwie latent in sich tragen; ist diese Voraussetzung nicht gegeben, so werden sie es entweder überhaupt nicht verstehen oder ›auf ihre Art auslegen‹, das heißt: also falsch verstehen.