Zehn mal eins

Die Unsichtbarkeit des eigenen Gesichtes.

Das ist Einsamkeit.

Oder Demut.

Anders als die Zahlen, sind die Worte nicht eindeutig.

Sind sie unberechenbar?

Brücken zwischen Mißverständnis und Verständnis.

Ohne Einsamkeit entsteht Geschriebenes nicht, schreibt Marguerite Duras, oder es bleibt blutleer.

Wie viele Arten der Einsamkeit gibt es?

Einsamkeit: Einen Samen in die Zeit legen.

Warten, dass er aufgeht.

Summen

Was quer zu allem läuft, sind die Summen. Die Zahlen, die keine Geräusche machen, an die wir trotzdem glauben. Diese Zahlen, die quer zu allem summen und wir denken, das ist die Melodie der Zukunft, oder die des Glücks. Dabei sind es die dickbäuchigen Ziffern hinter denen wir uns verstecken, oder ganz schlanke Zahlen, hinter denen sich keiner verbergen kann. Offen legen sie deshalb nichts, aber offen lassen sie viel. Etwas, das wir füllen können und dann auf die Zahlen blicken und sagen: Das sind ja nur Zahlen. Was für ein Glück.