Mutterschaft – immer wieder

In der neuen Edit ein großartiger Chor der Mütter. Fragmente, Überlegungen, die mich dazu bringen, selbst noch einmal über Mutterschaft nachzudenken. Wie wenig sich verändert hat zwischen dieser Generation Mütter, die jetzt sprechen und mir, und wie wenig. Die Müdigkeit, das Vergessen. Wie das wieder kehrt, im Laufe der Mutterschaft. Nur aus anderen Gründen. Aus Gründen hinter die ich nicht komme, während die anderen sich ausgewachsen haben.
Und dann dieses alles erstickende Gefühl des Versagens als Mutter. Habe ich je etwas wirklich gut gemacht? So, dass die Kinder sich mit einem guten Gefühl, vielleicht sogar mit so etwas wie Dankbarkeit, jedenfalls Freude daran erinnern werden? Stellen sich Väter solche Fragen eigentlich auch?

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Die Söhne, selbst in den sogenannten „besten Jahren“, (also noch nicht ganz alt, aber auch längst nicht mehr jung) nehmen Abschied von ihren Vätern, die unversehens alt geworden sind, scheinbar von einem Moment zum anderen. Als hätte es nicht genügt, dass die Söhne ihnen über den Kopf wuchsen und sich unbesiegbar fühlten. Jetzt schrumpfen die Väter der Erde entgegen und erinnern die Söhne: ein jegliches hat seine Zeit. Aber keine Minute länger.