(26)

Der Mann am Tisch gegenüber kündigt an, einen Vorschlag zu machen. Macht ihn das zu einem entschlosseneren, besseren Menschen? Und ist es das, worüber ich mir Gedanken mache, oder will ich nur Sätze aufschreiben können, für die mich irgendwann irgendwer bewundern wird?

Stillstand

Das ist alles falsch. Es sind die falschen Gedanken, die zu den falschen Bildern und immer wieder zu fehlgeleiteten, nicht nur fehlerhaften Sätzen führen. Sätze, die in die Irre führen. Statt eine Richtung zu weisen.

Sätze, die mit all ihrer Fehlerhaftigkeit, Fehlbarkeit, feststehen, die zum Stillstand verführen. Dabei muss es doch weitergehen.

Es ist nicht so, als hätte man sich lediglich verschrieben, das könnte man ausstreichen, darüber könnte man hinweggehen. Hier jedoch liegt der Fall anders. Im wahrsten Sinne des Wortes: Hier liegt nichts mehr brach, worauf man aufbauen könnte. Hier liegt alles still. Still und lahm. Das nennt man Stillstand. Und wenn man daran zu glauben beginnt, ist es für alles zu spät.

Geister

Sätze geisterten durch meinen Kopf. Sie hatten mir die Zeit blutig eingetrieben. Diese Sätze: Dafür bist du zu alt. Streng dich an, andere kriegen das auch hin. Und besser noch als du.

Alle hatten ihre kleinen oder großen Talente, Leidenschaften, Pläne.

Ich hatte nur meine Hände. Überflüssig zu sagen: sie waren leer. Und vielleicht war es auch gar nicht so. Vielleicht hielten sie vielmehr das Nichts. Und wer hält das schon aus? Konnte ich mir darauf nicht etwas einbilden?