Mutterschaft – immer wieder

In der neuen Edit ein großartiger Chor der Mütter. Fragmente, Überlegungen, die mich dazu bringen, selbst noch einmal über Mutterschaft nachzudenken. Wie wenig sich verändert hat zwischen dieser Generation Mütter, die jetzt sprechen und mir, und wie wenig. Die Müdigkeit, das Vergessen. Wie das wieder kehrt, im Laufe der Mutterschaft. Nur aus anderen Gründen. Aus Gründen hinter die ich nicht komme, während die anderen sich ausgewachsen haben.
Und dann dieses alles erstickende Gefühl des Versagens als Mutter. Habe ich je etwas wirklich gut gemacht? So, dass die Kinder sich mit einem guten Gefühl, vielleicht sogar mit so etwas wie Dankbarkeit, jedenfalls Freude daran erinnern werden? Stellen sich Väter solche Fragen eigentlich auch?

Mutterbilder

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Das Mutterthema hat mich kürzlich eingeholt. Aus der Veröffentlichung meiner Gedanken zu Abramovic dritter These ihres Manifestes, hat sich eine sehr lebhafte Diskussion um das Mutterthema entsponnen. Künstlerinnen wie Annegret Soltau und Susanne Haun haben von ihren Entscheidungen Kinder und Kunst zu verbinden berichtet, es ging auch um die Frage, was für ein Bild der Mutter die Gesellschaft hat, wie sehr hat sich das geändert, betrachtet man Abramovic Generation und die heutiger Mütter?

 

Ist es wirklich vereinbarer geworden, Mutter zu sein, eine Familie zu gründen und gleichzeitig weiter berufstätig zu sein? Ist es ein Gewinn, dass es die Frage Beruf oder Kind nicht mehr gibt, sondern nur noch die, wie Beruf und Kind vereinbar sind? Vereinbar gemacht werden können? Und in den meisten Fällen müssen?

Ist Mutterschaft, die Möglicheit, das Erlebnis, Kinder zu bekommen ein heiliger Akt, wie Frau Blau in einem Kommentar schreibt, oder ist auch das eine Ideologie, um Frauen die Stricke, die sie binden, als etwas wertvolles erfahren zu lassen?

 

Sind nicht diese Fragen an sich allesamt sehr weit von der Idee einer gleichberechtigten Elternschaft entfernt? Und von wirklicher Wahlfreiheit?