Vertrauen

Vertrauen - Isla volante
Vertrauen – Isla volante

Die Gischt, die ich Dir für Schnee verkauft habe, wenn Deine Sehnsucht nach Winter zu verbindlicher Einsamkeit gefror.

Das Licht bricht sich doch auch im Sommer und Möwen sind weiß.

Wenn Du auf die zarte Haut gewartet hast, die dem Wasser im Winter wächst, wusste ich, es gibt Vertrauen.

Sand

Sand - Isla volante
Sand – Isla volante

Sie hat Sand zum Meer getragen. Nicht irgendeinen Sand. Korn für Korn hat sie sorgfältig ausgesucht. In jedem Korn liegt ein Wunsch, eine Erinnerung. ein Schweigen, das sie gebrochen hat. und ein Schweigen, das sie gebrochen hat. Sie glaubt an die Verwandlung. sie glaubt an Erlösung. Sie hält das Korn zwischen den Fingerspitzen.
Die Wellen sind die Antwort. der Schrei der Möwen, der Wind.
Aber sie ist nicht die Frage.

Im Wasser werden sich die Sandkörner finden, um sich zu einem Spiegel zu verbinden. Das Meer ist voller Spiegel, in denen man alles erkennt und nichts sieht. Unterbrochene Kreisläufe, die sich dank der Unterbrechung endlich schließen können.

„Du siehst nicht genau genug hin. dir fehlt die Geduld, um für ein Verständnis zu kämpfen.“ Wer hatte ihr das vorgeworfen, oder war sie selbst diejenige, die sich das vorwarf? Spielt das eine Rolle? Loslassen bedeutet den Schmerz so lange gewähren zu lassen, bis er seine Lektion beendet hat.

Sie öffnet die Hände und überlässt den Sand sich selbst.

Unterschiede

Unterschiede - Isla volante
Unterschiede – Isla volante

Wir vertrieben die Zeit mit hochmütigen Gedanken, hielten uns unsere Unzulänglichkeiten vor wie Spiegel.

Die Möwen bedauerten uns. Keine Spur von Hohn in den Schreien, mit denen sie uns zurechtwiesen.

Meine Hand, geballt zu einer Faust, versuchte etwas festzuhalten, während sie frei und ungeschützt über allem ihre Kreise zogen.

Vielleicht, dachte ich, ist das der Unterschied, der allem zugrunde liegt: ob man das Meer von oben betrachtet, oder es ständig als Horizont vor sich hat. Ob man darüber redet, oder es schweigend genießt.