Miron Zownir

„Wenn ich fotografiere, erwarte ich zunächst überhaupt nichts. Der Anspruch kommt immer erst danach.“

Ich habe vor Jahren schon einmal etwas über Miron Zownir geschrieben. Jetzt habe ich dieses Zitat von ihm in der Photo International 3/2016 gefunden, das anlässlich zweier Ausstellungen, die in Köln und Hamburg, in der Schweiz gibt es auch eine, geführt wurde. Und dieses Zitat trifft sehr gut, worüber ich mir vor einigen Tagen Gedanken gemacht habe. Ich glaube tatsächlich, dass es mir genau darauf ankommt. Auf die erwartungsfreie Offenheit beim Prozess selbst und (ebenso wichtig!) auf den Anspruch danach. Die Auslese.

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Miron Zownir

Von Miron Zownir, den ich soeben dank Bersarin entdeckt habe, wird behauptet, er knüpfe dort an, wo Arbus aufgehört hat. Er selbst illustriert seinen künstlerischen Anspruch mit einem Zitat aus „Das Schloss“ von Franz Kafka.

„Hat man die Kraft die Dinge unaufhörlich, gewissermaßen ohne Augenschließen anzusehen, so sieht man vieles. Lässt man aber nur einmal nach und schließt die Augen, verläuft sich gleich alles ins Dunkel.“

Miron Zownir, New York