Ein weißes Feld – Lucas Cejpek

Ein weißes Feld“ ist Kunstgeschichte, Filmgeschichte, Literaturgeschichte, keine umfassende Abhandlung, eher eine Ansammlung zufälliger Eckpfeiler, an denen entlang die Assoziationen ein Feld beschreiben, weiß, aber aufschlussreich.
Das „Ich“ erscheint dabei als weißes Blatt, ergebnisoffen, oder unmöglich zu erkennen.

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Schwellen und Raten und Verrat

 

Kein Wunder, d.h. also ein sehr willkommener Zufall, dass dieses Buch zu mir gekommen ist. Wie sich Bruchstücke ineinanderfügen, weil man zu fragen beginnt. Aber nie in dem Moment, in dem man sehr bewusst sucht.

 

Cejpek notiert:

 

ENTZWEI

Der erste Satz, der sich André Breton 1919 beim Einschlafen derartig aufgedrängt hat, als klopfte er ans Fenster, war ein Satz, den Breton fünf Jahre später im Manifest des Surrealismus ausformuliert hat: Da ist ein Mann, der vom Fenster entzweigeschnitten wird.

 

Zwischen Entzwei als diesem Auseinanderreißen und den zwei Seiten, die zusammenarbeiten müssen, damit Kunst und Erkenntnis entsteht, bewegen wir uns. Was feststeht, kann losgelöst werden, das Gelöste kann wieder zu einem neuen Standpunkt werden usw.

 

Bedeutend ist vielleicht weniger die Richtung, als die Gewährleistung, dass alles in Bewegung bleibt.