Literaturkritik – Sandra Kegel in der Kunsthalle in Bielefeld

Natürlich war es naiv zu glauben, nur weil eine Kritikerin eingeladen ist, müsste es automatisch um die Kunst des Kritisierens gehen, um Literaturkritik und darum welches Werkzeug man dafür benötigt. Stattdessen ging es bei dem gestrigen Gespräch zwischen Kai Kaufmann und Sandra Kegel um die nun doch abgesagte Buchmesse, um Bücher als Wirtschaftsfaktor, um Zahlen und Trends, kaum einmal um Literatur an sich. Kegel selbst bewegte sich zwischen Bewunderung (oh, da geht schon wieder ein Starautor vorbei. Und Autor steht hier in der männlichen Form, weil sie so gut wie keine schreibende Frau erwähnt hat) und Überheblichkeit (diese bekannte und ermüdende Überheblichkeit des gedruckten Feuilletons, das allein die Kapazität und Autorität hat, einzuordnen, was das Siegel Literatur verdient, und was nicht). Vielleicht lag es aber gar nicht wirklich an ihr, sondern an der Art der Fragen. Wie soll jemand vom Inneren des Schreibens reden können, der es nur von außen betrachtet, als Geschäft, von dem letztendlich das eigene Auskommen abhängt?

ART/SCIENCE FESTIVAL 2018

Während sich der Vortragssaal der Kunsthalle zögerlich füllt, werden Vorbereitungen getroffen. Soundcheck, Absprache von Reihenfolgen und Moderation. Es geht lebendig zu in der Kunsthalle, die dieses Jahr Gastgeber des ART/SCIENCE Festival ist.

Angelika Epple spielt in ihrer Begrüßungsansprache auf Paul Ricoeur an, der behauptet hat, die Frage wer spricht zu beantworten, heißt die Geschichte eines Lebens zu erzählen. Diese Vorstellung einer „narrativen Identität“ zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass Disparates zusammengefügt werden kann.

Geht es um die Identität von Kulturen tritt eher die Frage von Ein- und Ausschluss in den Vordergrund.

Jutta Hüleswig-Johnen hat anlässlich der aktuellen Ausstellung „Der böse Expressionismus“ die Kunstrichtung des um 1900 entstandenen Expressionismus auf Identität befragt. Neben der historischen Situation während derer diese Kunstrichtung in Form der Künstlervereinigung „Die Brücke“ sich etablierte, zeichnet Hülsewig-Johnen den Lebensweg von Paula Moderson-Becker und Else Lasker-Schüler nach. Um am Ende ihres Vortrags zum Schluss zu kommen, dass ein Selbstverständnis als Künstler nicht zuletzt bedeutet, Grenzen in Frage zu stellen und zu überschreiten.

Ulrike Winkelmann, Liane Bednarz, Andreas Zick, Jagoda Marinic und Paula Diehl

In der folgenden Podiumsdiskussion, diskutieren Liane Bednarz (Juristin), Paula Diehl (Politische Theorie), Andreas Zick (Gewaltforschung) und Jagoda Marinic (Schriftstellerin), die Frage wieviel und welche Identität wir brauchen. Moderiert wird das kontrovers geführte Gespräch von Ulrike Winkelmann.

Auf die Frage, ob es einen statisch nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Bedürfnis nach Identität und rechtem Gedankengut gibt, antwortet Zick, dass diese These zu kurz greift. Identität verbindet sich mit weiteren Phänomenen, mit dem Widerstand gegen das „Fremde“, mit der Angst vor Verlust und Wandel. Auf diese Weise gelingt es, Identität zu einem politischen Kampfthema zu machen. Identität wird dann zu einer Abwehr von Abwertung, und ist somit, ganz anders als in der Kunst, das Etablieren einer Grenze, das Aufmachen eines Gegensatzes: wir und die anderen. Wobei das diffuse „Eigene“, das selten definiert werden kann, verteidigt werden muss, ein Phänomen das auch Liane Bednarz bei ihrer Beschäftigung mit rechten Gruppen, immer wieder begegnet ist.

Jagoda Marinic berichtet als Tochter „jugoslawischer Gastarbeiter“ von ganz anderen Erfahrungen. Deutschland sei sehr viel offener geworden, ein positiver Wandel, der nicht zuletzt durch die zweite und dritte Generation der eingewanderten Menschen begünstigt worden ist, und der ihrer Meinung nach in der aufgeblasenen Debatte über die „neue Rechte“ untergeht.

Paula Diehl sieht Identität schließlich als Summe von Erfahrungen, die ein Mensch macht, und somit als ständig im Wandel begriffen.

Die Frage müsse also lauten, wie, warum und wofür nationale Identität konstruiert wird. Denn Gesellschaften konstituieren sich immer wieder neu. Wie also können wir eine neue, einwandernde Menschen einschließende und integrierende, Identität begründen und ausbauen?

Grundlegend notwendig dafür wäre eine Möglichkeit für das Gefühl von Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit zu schaffen. Vielleicht gelingt es dann, dass Menschen aus anderen Kulturen schnell „einheimisch“ werden.

Nach einer kurzen „Kunst-Intervention“, eine Gruppe junger Kunststudenten erscheint mit weißen Handschuhen, die in Farbe getaucht werden, auf der Bühne, ein weißes Blatt wird herumgereicht und unausweichlich hinterlässt jeder darauf Spuren. Schließlich sammeln sich die Ausführenden vor einem Spiegel. Dort werden die Blätter zerrissen, man geht in unterschiedliche Richtungen auseinander.

 

Das anschließend weitergeführte Gespräch dreht sich um Identität und Würde. Dabei wird Rekurs auf den hohen Anteil der AfD Wähler genommen, die sich, wenn auch nicht wirtschaftlich, so doch kulturell, abgehängt fühlen.

Alle Argumente, die „Fremdenfeindlichkeit“ begründen sollen, basieren auf einer behaupteten, und auch in dieser Diskussion kaum hinterfragten, Resourcenknappheit. Wenn alle glauben, dass nicht genug für alle da ist, ist es einfach mit Angst zu operieren. Leider wird die Diskussion nur recht kurz für das Publikum geöffnet. Dann sind die vorgesehenen zwei Stunden vorbei und das Gespräch muss anderswo weitergeführt werden. So viel aber ist sicher; es gibt noch viel zu reden, und wenn es so respektvoll und kontrovers geschieht, wie an diesem Abend, wird der Boden für Lösungen bereitet.

Leiko Ikemura und Karin Kneffel in der Kunsthalle Bielefeld

Im Grunde ist es ganz einfach. Das Leben ist schön und aufregend, oder es ist wie es eben ist, solange keine Erwartungen in der Gegend herumstehen und alles zum Einstürzen bringen. Das ist meine kleine private Einsicht zum gestrigen Abend, von dem ich aber nur den erwartungslosen und deshalb schönen Teil erzählen werde.

Im Rahmen der sehenswerten Ausstellung „die Moderne der Frau“ in der Kunsthalle Bielefeld fand gestern ein Gespräch mit Leiko Ikemura und Karin Kneffel, moderiert von Julia Voß statt, das überraschend gut besucht war.

Es sollte um Frauen gehen, um ihre Stellung in der Kunst, im Kunstbetrieb. Karin Kneffel sagt zu dem merkwürdigen Verhältnis vom Anteil der Frauen an Kunstakademien und ausgestellter Künstler in den Museen sinngemäß, es sei seltsam, oben stecke man Frauen hinein und unten kämen Männer heraus.

Aber zunächst soll es um die biografischen Hintergründe von Leiko Ikemura und Karin Kneffel gehen.

Leiko Ikemura, 1951 in Japan geboren, wusste bereits als Kind, dass sie den traditionell für Frauen vorgeschriebenen Weg nicht gehen wollte. Sie wollte selbstständig sein und entschied sich, weil sie dachte Sprachen seien auf dem Weg zu diesem Ziel sicher sinnvoll, für ein Studium der spanischen Sprache. Nach einigen Jahren merkte sie aber, dass es sinnlos ist, die Sprache zu lernen, wenn man das Land nicht verlässt und aus dem zunächst als halbjährlichen Ausflug geplanten Aufenthalt in Spanien wurden zehn Jahre, die sie im damals noch unter Franco regierten Spanien verbrachte. Die Entscheidung für die Kunst, für das Malen fiel erst spät. Für Ikemura ist die Art der Lebensführung beinahe ebenso wichtig wie die Herstellung von Kunst. Wichtig ist, nach dem Warum zu fragen, kritisches Denken und Eigensinn. In Sevilla begann sie Malerei zu studieren. Die Malerei war ihr nicht zuletzt darum wichtig, weil man während ihrer Schulzeit behauptet hatte, du kannst nicht malen.

Ikemuras Gemälde haben einen Zug ins Abstrakte. Beide Frauen malen teilweise sehr große Formate. Während Kneffel angibt, jedes Thema verlange einfach eine bestimmte Größe, sagt Ikemura gerade in Bezug auf das große Format sei ihre Zeit in Köln in den 80er Jahren sehr prägend gewesen, sich unter den „neuen Wilden“ behauptet zu haben, darauf sei sie noch heute stolz.

Eine wesentliche Frage für Ikemuras Zugang zur Malerei ist die Frage, wie man Körperwahrnehmung darstellen kann. Ihr ist der Akt des Malens wichtig, wesentlich ist es eins zu werden mit dem Tun, vor dem Prozess des Malens habe sie nur eine vage Vorstellung, von dem, was entstehen soll, das Malen selbst muss dann nahezu selbstvergessen und selbstlos sein.

 

Karin Kneffel, 1957 in Marl geboren, erzählt, dass sie bereits als sechsjährige traurig darüber gewesen sei, ein Mädchen zu sein. Als sie erfuhr, dass Frauen, wenn sie heiraten, ihren Namen abgeben müssen, weinte sie drei Tage lang. Ein weiterer Schock sei die damalige populäre Oetkerwerbung für sie gewesen in der es hieß für eine Frau gäbe es zwei entscheidende Fragen: Was ziehe ich heute an und was koche ich meinem Mann?

Ganz praktisch bedeutete das damals vorherrschende Frauenbild für Karin Kneffel, dass sie nur die Realschule besuchen konnte, weil das die angemessene Ausbildung für ein Mädchen war.

Abitur war also nur über den zweiten Bildungsweg möglich, sagt sie, und dass sie lange Zeit nicht gewusst habe, dass man Kunst studieren kann. Während ihres Germanistikstudiums in Duisburg spricht sie ein Lehrender aufgrund ihres „Renaissancekopfes“ an und bittet sie Modell zu sitzen. Einige Male sitzt Kneffel also Modell und beginnt dann selbst zu zeichnen, für ihre Zeichnung wird sie sofort gelobt, und der Weg zum eigenen Kunststudium ist geebnet.

Obwohl Kneffel ganz bewusst reale und wiedererkennbare Gegenstände malt, ist sie nicht glücklich mit der Einordnung ihrer Malerei in den Realismus. Denn der Zusammenhang ist ja nicht real, obwohl man die Gegenstände erkennt. In ihren Bildern tauchen wiederkehrende Protagonisten auf, z.B. der blaue Vorhang. Der eigentliche Malprozess, dem oft eine langwierige und zeitaufwändige Recherche voraus geht, dauert ca. einen Monat. Karin Kneffel malt mit sehr kleinen Pinseln in drei oder vier Schichten ihre Bilder.

Julia Voß betont noch einmal wie wichtig auch die Hintergründe, die Zeugen, negative oder positive Bestärkungen sind auf dem Weg eine Künstlerin zu werden, das Umfeld und die Umstände spielen eine große Rolle, auch wenn diese viel zu häufig verschwiegen wird.

Zum Abschluss geht es noch um die Frage, ob es eine weibliche und eine männliche Ästhetik gibt, welche Vorbilder die beiden Malerinen haben.

Kneffel sagt, sie schätze Maria Lassnig, möge sie aber nicht. Was hauptsächlich daran liegt, dass Körperlichkeit nicht ihr Thema ist. Ein Vorbild sei eher Meret Oppenheim, insbesondere ihre Skulpturen, aber auch Manet habe sie über die Jahre begleitet und fasziniert.

Leiko Ikemura nennt Modersohn-Becker und Gabriele Münter und betont noch einmal, dass für sie nicht nur das Werk, sondern durchaus auch die Lebensart entscheidend sei. Bei den von ihr genannten Vorbildern spüre sie, dass das Malen aus dem Herzen käme.

Im Publikumsgespräch geht es um die Frage, ob eine Diskussion über die Stellung der Frau im Kunstbetrieb wirklich immer noch notwendig sei, es wird bedauert, dass weniger über die einzelnen Werke der Künstlerinnen gesprochen wurde als über allgemeine Bedingungen und eben die Genderproblematik. Allerdings ist man sich einig, dass das Thema so lange diskutiert werden muss, wie es virulent ist, und wie virulent es noch immer ist, dafür gibt eine Wortmeldung aus dem Publikum beredt Auskunft, es handelt sich um eine Kunstlehrerin, die erschüttert über die Auswahl ihrer Kolleginnen ist, die den Schülerinnen und Schülern ausschließlich männliche Biografien präsentieren. Sie werde, sagt sie, den Katalog der Ausstellung ihren Kolleginnen „als Bibel“ vor die Füße knallen.

Karin Kneffel

Karin Kneffel, 2012
Karin Kneffel, 2012

Dieses Bild war sozusagen das, was mich letzten Sonntag in der Ausstellung „Einfühlung und Abstraktion. Die Moderne der Frauen“ in der Kunsthalle Bielefeld in Empfang genommen hat. Ich war so fasziniert von Karin Kneffel und ihrem Werk, dass ich kaum dazu gekommen bin, mich auf die anderen Künstlerinnen einzulassen. Werde das aber sicher nachholen.

Und wieder einmal würde ich mir wünschen, jemand könnte mir erklären, was mich eigentlich so fasziniert an diesen Bildern, die mit Wasser spielen, mit filigranen Tropfen, mit der Brechung von Wahrnehmung und Perspektiven, die märchenhaft schön und dennoch verstörend sind.

Karin Kneffel studierte zunächst Germanistik und Philosophie. Seit 1981 besuchte sie die staatliche Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Gerhard Richters Meisterschülerin wurde. Von 1998 bis 2000 hatte sie eine Gastprofessur an der Hochschule für Künste in Berlin inne. Von 2000 bis 2008 war sie dort als Professorin tätig, 2008 wurde sie von der Akademie der bildenden Künste in München zur Professorin ernannt.

Begonnen hat ihre Karriere mit kleinformatigen Tierbildern, Kopfporträts von Hühnern, Ziegen und Schafen. Später wurden die Formate größer und das weitgehende Unverständnis der Kunstwelt wich mehr und mehr wachsender Beachtung.

Kneffels Art zu malen ähnelt der der alten Meister. Sie trägt bis zu vier Schichten Ölfarbe auf die vierfach vorgrundierte Leinwand auf. Unglaublich ist ihre Beherrschung der Technik, wenn es darum geht Oberflächen, spiegelnde Flächen und Wasser in feinster Auflösung darzustellen.

Während die abgebildeten Gegenstände fast schon aufdringlich real sind, spielt Kneffel mit der Perspektive. Susanne Wedewer schreibt über Kneffels Ansatz: „Ihr Thema, das das gesamte Oeuvre durchzieht, ist das der Entfremdung, variationsreich formuliert durch das perfekt kalkulierte Spiel mit der Maßstäblichkeit, dem Verhältnis von Innen und Außen, vor allem mit dem Licht, dessen Quellle sie nie preisgibt, den Spiegelungen, die jede Verortung unmöglich machen, mit dem Fragmentarischen der Genres, die sie zitiert.” (Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, 2008)

 

 

 

 

Versuch die Ausstellung „Gestern ist morgen“ über Sophie Taeuber Arp zu sehen.

Formensprache sagen sie. Aber wie sprechen Formen? „Die Verschränkung der Zeit in die Form“, was soll das sein?

Puppen, Marionetten. Sie selbst hat getanzt. Tanz war ihre große Leidenschaft.

Eines ihrer Bilder nennt sie: „Pathetische Komposition“. Ich bin begeistert von diesem Titel.

 

Die Marionetten sind wunderbar. Geometrisches Schweben. Bedrohlich naiv. Unverwundbar durch ihre harmlosen Ecken. Kanten, die unberührbar machen, unbeholfen und kindlich-naiv. So eine Art schwebende Einsamkeit.

Kiki Smith – Sky, Earth, Underground

Sky, Earth, Underground, Kiki Smith, 2011

Mein Lieblingsort in dieser Ausstellung; der kleine schmale Raum, in dem nur das Triptychon Sky, Earth, Underground, hing.

Ich mag diese Entwicklung, die sich in den Bildern abspielt. Die schwebend, leichte Stimmung von Sky, mit der sehr präsenten Frau, die scheinbar in den Himmel steigt, gemeinsam mit Tauben und Sternen. Alles ist friedlich und in einheitlicher Bewegung nach oben ausgerichtet. Zwei der Tauben tragen grüne Zweige im Schnabel. Das Gesicht der Frau; gelöst, glücklich.

 

Sky, fotografiert in der Kunsthalle Bielefeld, 2012

Im zweiten Teil, Earth, umrahmt eine Schlange das Bild. Eva ist undeutlich, beinahe geschlechtslos in ihrer Körperlichkeit. Es gibt eine Aufwärtsbewegung und Irritationen. Hürden, Fallen, einen Ast, der sich wie eine Schlingpfanze um „Eva“ legt. Das Bild ist auch von den Farben her erdiger. Pflanzen und Schmetterlinge scheinen in den Körper gewebt zu sein. Das Gesicht der Frau: unglücklich, fast grau.

Earth, Kiki Smith, Kunsthalle 2012

Underground ist das einzige Bild, auf dem ein Mann abgebildet ist. Die Bewegung zielt abwärts, aber viel unruhiger (chaotischer) als bei den vorhergehenden Bildern, auch die Farben tragen dazu bei, dass ein aggressiverer Eindruck entsteht. Die Körperfarbe scheint noch bleicher, die Augen sind geschlossen, als wäre der Mann schon tot. So dass noch eine weitere Entwicklung stattfindet, neben der Entwicklung von Bewegungen und Geschlechtlichkeit, nämlich eine Reduzierung von Emotionen und Lebendigkeit. Der Körper selbst sieht verletzt aus.

[Naturgemäß sagt diese Bildbeschreibung mehr über mich selbst aus, als über Kiki Smith und ihre Kunst.]

 

Underground, Kiki Smith, 2011