11. September 2011

Den Baum vor meinem Fenster haben sie verkrüppelt und dann einfach stehen gelassen. Am zehnten Jahrestag des elften Septembers sind wir immer noch weit entfernt von so etwas wie Einsicht oder Verstehen. Vergeben vielleicht, oder einer angemessenen Art von Trauer und Gedenken.

Gestern habe ich in der SZ einen Augenzeugenbericht von Julie von Kessel gelesen und dann nicht weiterlesen können. Statt dessen abends einer Feier mit merkwürdigen Wiederbegegnungen beigewohnt. Als wäre nichts wirklich, als würde sich auch nichts ändern, nur die Falten werden tiefer und die Geräusche sind  immer weniger für einen selbst bestimmt. So schreitet das Leben voran und lässt uns zurück.