Lokomotive

Lokomotive
Lokomotive

Ich dachte an ein Kartenspiel vor vielen Jahren. Vor so vielen Jahren, dass ich mir nicht einmal sicher war, ob ich mich an etwas erinnerte, das ich erlebt hatte, oder ob ich mich nur an einen Traum, oder an eine Vorstellung erinnerte. Es ließ sich ohnehin auf ein einziges Wort reduzieren: Lokomotive.

Als ich das Mädchen, das nachmittagelang auf mich aufpasste, fragte, was das Wort bedeutet, sagte sie, um einen Spaß zu machen, oder vielleicht auch, weil sie selbst es glaubte: „Der Ort, wo die Motive her kommen, als die Gründe, warum man etwas tut.“

Was ich so verstand, dass es die Heimat der Wünsche war. So etwas, wie eine nicht ganz so grazile und bewegliche Fee. Das männliche Gegenstück vielleicht.

Bahnhof Brackwede

Oder vom Reiz häßlicher Orte

Bahnsteig Brackwede Bahnhof
Bahnsteig Brackwede Bahnhof

Gestern, oder vorgestern habe ich gelesen, dass es seit über vierzig Jahren keinen so sonnenarmen Winter mehr gegeben hat, wie diesen. Andererseits war ich auch tief beeindruckt von dem Film über einen blinden Fotografen, auf den Iris kürzlich aufmerksam gemacht hat. Also habe ich mir meine Kamera geschnappt und bin an triste, traurige und häßliche Orte gegangen, die mich mit viel unerwarteter Schönheit belohnt haben.