05. November

Die Fäden wieder aufnehmen, bestimmte Motive, die sich durchziehen, das Muster ausmachen. Natürlich ist das auch so mit dem Leben. Die Einzigartigkeit der Muster und die Unfähigkeit, die Fäden zu entwirren. Bei sich selbst.

Geduld. Und dass das vielleicht in erster Linie bedeutet, dass man dulden soll, demütig hinnehmen, dass die Dinge sind, wie sie sind. Dass man selbst ist, wie man ist. Verworrene Fäden. Die dennoch zu einem Ziel führen. Hingabe und Entscheidung. Und wie das Verhältnis der beiden zueinander das Muster bedingt. Die Bereitschaft hinzusehen.

Statt sich blenden zu lassen.

Bereitschaft und Beschränkung.

Und wie das wiederum zusammenhängt.

Beschränkung

 

Mir erlauben, mich zu beschränken, und in dieser Beschränkung glücklich zu sein.

Statt das Glück zu vermissen und auszurechnen, wie viele Schritte es noch sind, bis zum Rand der Welt.

Alles fliegt in kleinste Partikel (Scherben) gebrochen auf mich zu. Meine Aufgabe besteht darin, die Teilchen richtig zusammen zu fügen, ein Bild entstehen zu lassen. Vollständig und lückenhaft und dann eines Morgens als Käfer zu erwachen, restlos in meinen Glück gepanzert.