Sieben mal zwei

Die Erinnerung und die Vorstellung. Wenn sie eine Schnittmenge bilden vielleicht so etwas wie Gegenwart.

Ein Fehler und seine Berichtigung. Die Gegenwart der eigenen Auslöschung.

Oder zwei Menschen, Seite an Seite, Hand in Hand. Ist das Hoffnung, oder Gegenwart, Frage, oder Antwort?

Die Grenzen. Und hinter den Grenzen, die Lücken, die man nicht ergänzen darf.

Einer ist gut, aber ein anderer besser. Ein Gefühl und seine mangelhafte Übersetzung in Worte.

Die Namen und das Unbenennbare. Eine Berührung (zufällig) und einer, der nie wieder vergisst.

Einer der redet, und einer, der zuhört. Eine Bedeutung und das, was man davon versteht.

Sechs mal eins

Eine Beschreibung ist eine abhängige Größe.

Die Berührung erfolgte zufällig.

Blieb jedoch nicht folgenlos.

Die Berührung bewegte.

Weder vor noch zurück.

Eine Dimension, mit der niemand gerechnet hatte, war Tiefe.

Fünf mal eins

Berechnungen der Vergangenheit sind das Einmaleins des Lebens.Berührungen löschen jegliche Berechnungen augenblicklich aus.

Eine Berührung, die sich in die Vergangenheit richtet, um der Vergänglichkeit zu trotzen, stellt sich als aussichtslos heraus.

Absurd zukunftsarm.

Mithin gegenwartsuntauglich.

Berührungen

Es gibt ja unterschiedliche Arten von Berührung. (Und unterschiedliche Arten von Papierkörben. Das am Rande für die Insider.) Die Berührung, die quasi metaphysisch stattfindet, durch diesen Satz, dieses Bild, oder dieses eine bestimmte Lied, durch einen Blick oder diese eine bestimmte Bewegung, die uns zutiefst rührt.

Und die ganz handfeste, mit Anfassen verbundene, Berührung. Die makellose Glätte einer Porzellantasse, die Unebenheiten und Einkerbungen eines Holztisches, besser noch: die einer Baumrinde. Das elastische, trotzdem irgendwie schneidende eines Grashalms. Oder Regen, der hart auf die Haut fällt und weich weiter fließt. Die klebrige Konsistenz von Teig an den Händen. Eine Zeitung, dünn und uneben. Die Haut meiner Kinder: unvergleichlich weich. Die Kälte einer versiegelten Fläche.

Und all die Dinge, die man nicht anfassen kann. Die vorgestellten Berührungen, die Unbeweglichkeit eines Augenblicks.