Transformation (7)

Schneewittchen

Ein bisschen Dankbarkeit, das sich auf der Haut verteilt, völlig unpolitisch, vereinfachend über den Körper weht, sanft, wohltuend. Eine sommerliche Beschwichtigung, statt einer Auflehnung gegen das, was kommen wird, aufgehen in diesem Moment, der alles birgt und verleugnet, der sicher wie der Held im Märchen weiß, wohin der Weg führt, indem er auf seine Kraft, seinen Mut und seine Intuition vertraut, sich dem Schicksal und seiner Bestimmung hingibt, bis jemand, der stolpert, dafür sorgt, dass der verkantete Apfelschnitz nicht länger für Stillstand sorgt.

Umformungen

Am Wochenende in der Schweiz bei sehr wertvollen Gesprächen hat das Thema Transformation noch einmal eine neue Dimension angenommen. Weil ich während der Gespräche das eine oder andere Vorurteil, das lange Zeit meinen Blick beschränkt hat, transformieren konnte. So habe ich zum Beispiel begriffen, dass nichts, was mir oberflächlich erscheint, es tatsächlich ist. Alles weist nur zurück auf meine eigene Oberflächlichkeit, zeigt mir diese auf. Diese Oberflächlichkeit mit der ich manche Dinge vorschnell bewerte, um mich nicht weiter mit ihnen auseinandersetzen zu müssen, ist nur ein Filter, den ich mir selbst auf die Augen gelegt habe.

Die Tatsache, dass es keine Tatsachen gibt. Oder jedenfalls sehr viel weniger als wir uns immer wieder glauben machen wollen. Dafür Vorstellungen. Und manchmal die Möglichkeit, heraus zu finden, was dahinter steckt. Hinter den Vorstellungen.

Dass Egoismus mangelnde Selbstliebe ist, z.B.. Dass Fehler nicht automatisch ein Scheitern sind, sondern häufig notwendige Schritte, um die eigene Balance und die Balance im Austausch, im Zusammenleben mit denjenigen, die wir lieben, wiederherzustellen, anzupassen und zu korrigieren.