Frauen

Ich war eingeladen. Am 26. Mai. Nach Einbeck. In ein Atelier. Dort findet die „Stadtpartie“ statt. D.h. viele Künstler:innen öffnen ihre Ateliers, bieten Aktionen an, es ist ein wenig wie die Nachtansichten bei uns in Bielefeld, nur über einen längeren Zeitraum verteilt. Verbunden sind diese Veranstaltungen dadurch, dass die Künstlerin, die mich und eine Kollegin in ihr Atelier zur Lesung eingeladen hat, uns zuvor auf der Bielefelder Veranstaltung lesen gehört hat. In meinem Gedichtband „Sansibar oder andere gebrochene Versprechen“ gibt es einen Zyklus der „Einige sehr kurze Geschichten vom Glück die kleine Frau zu sein“ heißt und Hannah Over, die bewusste Künstlerin hat eine Serie gezeichnet, in der eine kleine Frau im Mittelpunkt steht. So weit so gut. Die Lesung begann pünktlich, das Atelier platzte nicht aus den Nähten, war aber gut gefüllt und wir lasen also. Vor interessiertem Publikum. Und dann. Stand auf einmal eine kleine Gruppe Demonstrierender vor dem Atelier. Eine Frau hielt eine Rede über den Feminismus. Als wäre es ein Teil der Lesung. Als hätten sich die Frauen verbündet.