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Tag für Tag schleppt man sich also hierhin. Tag für Tag verrichtet man Arbeiten, an deren Nutzen man nicht glaubt. Arbeiten, die einen gleichzeitig über- und unterfordern. Man hatte vor noch nicht allzu langer Zeit eine Möglichkeit, mit Dingen Geld zu verdienen, die Spaß machten, auf gute Art herausfordernd waren und die man für sinnvoll erachtete. Die Gesellschaft, oder sollte man sagen der Kapitalismus, aber war anderer Meinung. Und so verblödet man hier Tag für Tag ein wenig mehr, um die Miete zu zahlen und vor allem die Bücher, die man nach Feierabend liest, um den Intellekt wieder ein wenig zu erfrischen, damit er nicht ganz stirbt, bevor man selbst das Zeitliche segnet.