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Ich bin nicht sehr gut mit mir befreundet. Manchmal schlafe ich ein, wenn ich mit mir rede. Trotzdem bin ich zu höflich, die Wahrheit auszusprechen. Dass mich diese Halbheiten und das ewige Herumlavieren langweilen, dass mir klare Worte, auch wenn sie hier und dort anecken lieber wären. Ich nicke höflich und senke den Blick vor meinen Lügen. Und so leben wir unauffällig in wechselseitiger Verachtung bis der Tod uns schließlich miteinander versöhnen wird.