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Ich weiß gar nicht, wie man mich so fern verstehen kann. So verkehrt herum, als würde ich nur rückwärts, schnell stotternd in sämtlichen Fremdsprachen der Welt sprechen. Meine Erwartungen lenken mich verlässlich in Abgründe. Später wische ich Rotz und Tränen auf. Macht nix steht auf dem Aufnehmer. Ein Schriftzug, der niemals verblasst.

Die erste Karte

Auf der ersten Karte die ich aus meiner Jahreskiste gezogen habe, stand „Meditieren“. Schöner Vorsatz. Den ich leider nur zwei Mal verwirklichen konnte, denn ausgerechnet diese Woche war so chaotisch und stressbeladen wie lange nicht. Ich hatte Termine vergessen und plötzlich musste ich alles auf einmal fertig bekommen. Vor diesem Hintergrund zu meditieren ist eher eine Aufgabe für Fortgeschrittene.

Aber ich mache weiter. Und das nächste Mal passen wir vielleicht besser zusammen, die Karte und die Woche durch die sie mich leiten soll. Obwohl eigentlich war es sehr fruchtbar unser Zusammenspiel, denn immerhin habe ich diese Erkenntnis gewonnen und sogar einmal praktiziert: wenn alles zu viel wird, meditiere erst einmal!