Eine eigene Geschichte

Ich lese Sinéad Gleeson, ein Tipp von Pega, und bin verwundert und traurig, wie ernst jemand sich und seine Schmerzen nehmen kann. Ich habe längst nicht so schlimme, lebensbedrohliche Erfahrungen gemacht wie Gleeson, aber ich bin mir wohl auch nie so nah gewesen. Ich habe mich nie auch nur annähernd so ernst genommen. Stattdessen immer wieder den Schmerz verdrängt und Gereiztheit und Rückzug als Verteidigung verwendet. Sinéad Gleeson beweist mir mit ihrer Geschichte, dass es auch anders geht. Dass eine sich mit dem, was geschehen ist, auseinander setzen kann. Den Schmerzen und Verletzungen etwas entgegen setzen kann. Weit mehr als nur Sprache. Eine eigene Geschichte.

7 Gedanken zu “Eine eigene Geschichte

  1. Dieses Sich-Ernstnehmen … das ist ja mal ein Gedanke. Und ich vermute, dass ich es auch nicht wirklich. Und frage mich, wie sehr es mit Selbstakzeptanz zusammenhängt und mit Selbstliebe.

    Deine Gedanken kaue ich gern weiter. Danke dafür.

    1. das buch ist wirklich sehr erhellend. schau es dir doch auch mal an. ich habe lange nicht mehr etwas so aufrüttelndes und wohltuendes gelesen. ich fühle mich verstanden und gleichzeitig angespornt, über manche dinge nachzudenken.

    1. ich bin dir so dankbar für den tipp. habe mich sofort festgelesen und konnte das buch nicht mehr aus der hand legen. das lesen war, als würde eine sehr gute freundin einem ordentlich den kopf waschen.

  2. Nun hast du mich sehr neugierig gemacht und ich habe mir das Buch vorgemerkt, in diesem Monat geht nix mehr. Wie ernst nehme ich mich und meine Gefühle, Bedürfnisse … das sind Fragen, die mich auch immer wieder bewegen. Danke für den Tipp und herzliche Grüße an dich –

    1. ohje, hab mich irgendwie mit der antwortspalte vertan – das sollte eigentlich weiter oben stehen, bei elke, beim kopfwaschen unter freundinnen (tolles bild für die art, wie sie schreibt!) …

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