Eine eigene Geschichte

Ich lese Sinéad Gleeson, ein Tipp von Pega, und bin verwundert und traurig, wie ernst jemand sich und seine Schmerzen nehmen kann. Ich habe längst nicht so schlimme, lebensbedrohliche Erfahrungen gemacht wie Gleeson, aber ich bin mir wohl auch nie so nah gewesen. Ich habe mich nie auch nur annähernd so ernst genommen. Stattdessen immer wieder den Schmerz verdrängt und Gereiztheit und Rückzug als Verteidigung verwendet. Sinéad Gleeson beweist mir mit ihrer Geschichte, dass es auch anders geht. Dass eine sich mit dem, was geschehen ist, auseinander setzen kann. Den Schmerzen und Verletzungen etwas entgegen setzen kann. Weit mehr als nur Sprache. Eine eigene Geschichte.