Danke für die Texte

Gestern ist mein Beitrag zu Margarete Helmingers wunderbaren Projekt „Mutmaßungen über meine Mutter“ erschienen. Ich bin sehr froh und dankbar für dieses schöne Gemeinschaftswerk! Danke liebe Graugans.

Sonst ist es kalt und frostig, aber noch ohne Schnee hier. Ich lese mich durch ganz wunderbare Bücher, die Zeit nehme ich mir neuerdings einfach, obwohl ich sie nicht habe. Das ist ein schönes Gefühl. Und tatsächlich bricht nichts zusammen, wenn ich das tue. Auch das ist eine gute Erkenntnis. Ich lese also das Verbündungsbuch von Ilse Kilic, in dem mich vieles anspricht. Aber gerade aktuell und ganz persönlich danke ich ihr für diesen Satz: „Meine Angst davor, auf für mich nicht vorstellbare Wiese nicht mehr da zu sein, wiederholt sich.“ Das ist gerade eine Verbündung, die mir besonders gut tut. Diese Angst vor dem Tod. Und die Frage, was wir damit anfangen. Die wir vielleicht nur beantworten können, wenn wir immer wieder versichert bekommen, dass wir damit nicht allein sind. Daneben habe ich Johanna Hansens Schneeminiaturen „Zugluft der Stille“ gelesen, ein Buch bei dem ich zur Ruhe gekommen bin, bei dem das Lesen selbst eine Art der Meditation gewesen ist. Und ich habe Hans Thills Gedichte entdeckt: „Wer rechnet hört auf zu denken“ lautet eine Zeile in „Ratgeber für Zugleute“ dem schönen Band der bei der leider sehr kurz existierenden, aber grandiose Werke hinterlassenden Brueterich Press erschienen ist. Und Maggie Nelsons Argonauten, die lese ich auch. Es geht mir gut. Es wird immer besser. Auch wenn es draußen kälter wird.