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Ich lese Peter Weiß „Abschied von den Eltern“ und erinnere mich plötzlich an das Zimmer, den Behandlungsraum des Kinderarztes, meines Kinderarztes. Ich erinnere mich nur an einen einzigen Besuch, eine einzige Behandlung. Der Raum war ein Kellerraum. Es gab kein natürliches Licht. Dafür ausladende dicke dunkelgrüne Lederpolster. Der Arzt hat mir weh getan, ohne vorher zu sagen: Gleich tut es ein bisschen weh. Danach gab es ein Bonbon.

Ich war vielleicht fünf Jahre alt, oder jünger.

Und hatte ein Furunkel am Gesäß.