automatische Geister

Der Tag erhebt sich über die Schreibenden. Die Schreibenden aber verstummen. Versinken in Gerüchten. Im Richten. Das Angereicherte verdirbt. Die Sonne verzieht sich in den Finsterwald. Es kommt die Stunde der Geister. Die Geister geistern herum. Versuchen Kontakt aufzunehmen. Aber die Menschen sind von allen guten Geistern verlassen und die Menschlein zu klein. Was bleibt den Geistern übrig? Böse zu werden, oder zu verschwinden. Das ist nicht viel. Das ist nicht nichts. Und die Geister werden schon etwas daraus machen. Schließlich sind sie wie die Gedanken so frei und geistern einfach herum. Als ihre eigenen Herren und Damen. Ketten mit denen sie rasseln gehören ganz entschieden und unzweifelhaft in die Menschenwelt. In die Welt der geistlosen Menschen. Die – fällt der Begriff Geist – an Alkohol denken. Und fällt der Begriff „Begriff“ daran, dass sie alles im Griff haben. Klammergriff. Würgegriff.

2 Gedanken zu “automatische Geister

  1. Deine beiden neuen Texte haben etwas von Schleifpapier. Im guten Sinn. Und von Lebendigkeit, Trotz und Suche. Und vom Gefundenhaben auch irgendwie.
    Sie gefallen mir beide sehr, ohne dass ich genau fassen kann, was genau mir an ihnen gefällt.

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