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Was mir neben der Ambivalenz der Klienten und Folgerichtigkeit der kurzen Episoden bei der Serie „In Therapie“ so gut gefallen hat, war die nur sehr subtil sich langsam entwickelnde Einsicht für den Zuschauer, dass der Therapeut eben die Probleme hat, von denen seine Patienten erwarten, er möge sie lösen. Möglichst schnell, effektiv und ohne Eigenbeteiligung der Leidenden. Was für mich persönlich in meiner aktuellen Phase noch einmal besonders nachhallt, ist die Kompromisslosigkeit und Wut der zu Therapierenden. Mit welcher Vehemenz sie auf ihren Standpunkt und ihre Wahrheit bestehen, wie wenig sie bereit sind, Kompromisse einzugehen, oder zu gefallen.