Dag Solstad

Ein Buch, das mich über die Maßen erstaunt hat, weil es wirklich noch ein Mal eine ganz andere Art zu schreiben offenbarte, war 16.07.1941 von Dag Solstad. Einem norwegischen Autor, den ich bis zu dieser dank Ina Kronenbergers Übersetzungsleistung, nicht kannte. Eine echte Entdeckung. Eigentlich hatte ich das Buch für Fixpoetry besprechen wollen, nun ist es in unserem OWL Kulturportal entschieden.

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Gegen Zweifel und Ich-Verlust hilft nur Schreiben. Schreiben, um weitermachen zu können, um zu verschwinden im Schreiben, um dann zurückkehren zu können, zum veränderten Schreiben, dem Schreiben, das der Schrift Fragen stellt. Dem Aufgezeichneten verschrieben sein, und ihm aus exakt diesem Grund misstrauen.

Das habe ich einmal (damals als ich noch schreiben konnte) anlässlich meines Besprechungsversuchs von Hélène Cixous „Meine Homere ist tot…“ geschrieben. Jetzt klingt es wie etwas, das mich wieder auf den Weg bringen könnte. Eher als das Schweigen. Das nicht Schreiben. Ein Vorschlag, den ich nicht einmal wirklich in Betracht ziehen kann. Es ist, als würde man mir vorgeschlagen doch einfach mit dem Atmen aufzuhören, wenn es Schwierigkeiten macht.