Insa Wilke über Allegro Pastell

Die unglaublich kluge Insa Wilke liefert den ersten für mich wirklich überzeugenden Interpretationsansatz dafür, warum Leif Randts Allegro Pastell doch einen literarischen Mehrwert hat. Nicht als „Jugendbewegung“ (Zeit oder SZ, ich bin jetzt zu faul, das nachzurecherchieren), oder soziologische Analyse, sondern als die Geschichte von Engelein im Paradieschen. Abgehoben und ziemlich leidenschaftslos. Das erklärt vieles, und macht das Ganze plötzlich zu einem ästhetisch und formell ausgefeilten Experiment. Dessen Form trotzdem nicht so abgehoben ist, dass man es nicht auch ohne diesen Hintergrund lesen könnte und kann. Wilkes Ansatz zu kennen behebt aber, zumindest bei mir, die Irritation und leichte Ratlosigkeit, die ich beim Lesen empfunden habe. Eben weil das alles so leidenschaftslos und lau ist, wie es vor dem Hintergrund sein muss.

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