Uncreative Writing

Seit einiger Zeit lese ich Uncreative Writing von Kenneth Goldsmith, und gestern habe ich dann auch mal einen Versuch in dieser, erstaunlich spannenden, Art zu schreiben gemacht:

Timeline FB 20-05-2020

Die blutige Gudrun

will mit dir in die Buchhandlung

Weißt du was hat sich ein kleines gebrauchtes Auto gekauft

Berufstätige Eltern tragen derzeit eine besonders große Last

Heute ist Ehrentag – Weltbienentag

Erste Hornisse des Jahres fliegt zum Küchenfenster herein

Die Welt von morgen

Wir sind eine Generation ohne Bindung und ohne Tiefe

Reinrot. Gelb. Puderrosa.

Solche Dinge sind grässlich, und ich verstehe völlig,

wenn niemand so etwas tun will.

Sie führt uns ihre Sterblichkeit vor Augen.

Mögen Ihnen die himmlischen Heerscharen wohlgesonnen

sein und auf dass sie Sie wohl behüten, wenn die Welt

um sie herum im Sturm losbricht. Ich mag Sie nicht so sehr.

Und jetzt ist es mal gut.

4 Gedanken zu “Uncreative Writing

  1. Die Berliner Künstlerin Käthe Kruse hat sich mit einer ähnlichen Form von Zufalls- Lyrik befasst, aktuell im Berliner Kunstverein Tiergarten und in der Galerie Zwinger zu sehen … Titel: „Ich sehe“ 366 Tage (Wörter aus Tageszeitungs-Headlines, in Alphabetischer Ordnung) http://www.kunstverein-tiergarten.de.
    Es entsteht
    eine Art dokumentarisch interpretierbare konkrete Poesie, visuell umgesetzt. Auch Dada- (1916) und Fluxus-Künstler ( 1960) hatten u. A. mit vergleichbaren Mitteln gearbeitet. Aber allen voran: Die Surrealisten…

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