Verachtung

Was ich – wenn es mir bewusst wird – an mir verachte, ist dieses mich-anbiedern. Immer noch dazugehören wollen. Es ist vollkommen okay, Menschen zu bewundern, weil sie Verknüpfungen herstellen, die ich noch nicht so herstellen konnte, weil sie Formen finden für Gedanken und Gefühle, die ich bisher unbenannt und formlos lediglich gespürt oder verdrängt habe. Etwas grundsätzlich anderes ist es die eigenen gekränkten Gefühle und Fragen zu zensieren, aus Angst damit erkennen zu geben, dass ich nicht dazu gehöre. Natürlich gehöre ich nicht dazu. Wie soll ich jemals irgendwo dazugehören, wenn ich mir nicht das Recht zugestehe, in erster Linie zu mir selbst zu gehören?

8 Gedanken zu “Verachtung

  1. das irgendwo dazugehören zu wollen habe ich mir komplett abgeschminkt, weil es mir das gefühl gibt abhängig und klein zu sein. es tut mir nicht gut. zu mir selbst will ich schon gehören. ich mag deine gedanken.

    1. Ja, ich glaube das ist ein wichtiger Gedanke, dass wir alle, die wir uns so unterschiedlich wahrnehmen, letztendlich mehr Gemeinsamkeiten haben, als Trennendes. Danke, dass du mich daran erinnert hast.

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