Durcheinander, Bedenkenträger, hin- und her…

Ich hätte diese Einträge einfach mit Zahlen versehen sollen, dann müsste ich nicht ständig wieder meist doch höchstens halb passende Überschriften erfinden.

Die Stimmen, die das Herunterfahren des wirtschaftlichen und sozialen Lebens als Chance sehen, werden leiser, während sich (noch) alle Bürger*innen relativ klaglos an die Beschränkungen halten. Aber die Besorgnis wächst, wie die gerade noch auf unbestimmte Zeit geltenden Maßnahmen alles, was vorher normal gewesen ist, verändern, wenn nicht gar zerstören werden. Die Zahl der Infizierten wächst weiter rasant.

Sven Opitz spricht in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung sinngemäß von der Machtlosigkeit gegenüber der Angst. Geld, Wissenschaft, all diese sonst hochgradig wirksamen Instrumente versagen angesichts der aktuellen Pandemie. Das erklärt ein bisschen die Stimmung. Meine eigene und die sogenannte gesamtgesellschaftliche. Aber eigentlich wünsche ich mir gar keine Erklärungen, sondern eine Vision. Jemanden, der schreibt, wie danach alles ganz anders werden kann, statt immer wieder zu betonen, dass es lange dauern wird, wieder zur Normalität zurückzukehren. Sondern eine ganz neue Normalität heraufbeschwört, eine, die sich auf das wirklich Notwendige konzentriert, eine, die nicht länger um das goldene Kalb Geld herumtanzt. Eine, die eine echte Alternative zum Wachstum aufzeigen kann. Aber dieser Wunsch wird mir nicht erfüllt.