Die Kraft unserer Hoffnung

Wunderbare, wichtige Bücher gelesen und auf einmal das Gefühl gehabt, es könnte ratsam sein, sich Vorbilder (mein erstes Vorbild war Rosa Luxemburg, unerreichbar, aber so beeindruckend, und später literarisch Ilse Aichinger und Marguerite Duras, neben vielen vielen anderen wunderbaren Schriftstellerinnen, waren und sind diese zwei meine Fixsterne.) durchaus auch in der jüngeren Generation zu suchen.

Koleka Putuma mit ihrem gerechten Zorn und Kübra Gümüsay mit ihrem differenzierten klugen Blick auf unsere Gesellschaft und darauf, welche Rolle die Sprache dabei spielt, sowohl als Aggressor als auch als Heilmittel, diese zwei jungen Frauen eignen sich hervorragend dafür. Weil beide nicht zuletzt zeigen, wie viel wir gewinnen, wenn wir uns auseinander setzen, statt zu verdrängen. Je mehr Perspektiven wir zulassen, je mutiger wir Neugierde gegen Angst einsetzen, umso größer und reichhaltiger wird unsere Welt, umso wahrscheinlicher wird es, dass jeder von uns seinen Platz findet und seine Einzigartigkeit, jenseits von Stereotypen, das Gemeinwohl steigernd, entfalten kann. Indem wir der erdrückenden Realität die geballte Kraft unserer Hoffnung entgegen setzen.