Es soll Sterne regnen

Tatsächlich wäre ohne Fixpoetry, ohne diese sich ständig weiterentwickelnde, immer wieder kritisch und bei aller Kritik begeistert und engagiert und sowohl der Literatur als auch denen, die sie machen,  zugewandten Seite einiges anders verlaufen in meinem Leben. Ich selbst hätte mir niemals zugetraut Besprechungen zu schreiben, aber Julietta Fix hat mir diese Chance gegeben und jetzt schreibe ich seit vielen Jahren mit nicht nachlassender Begeisterung.

Aber Fixpoetry ist so viel mehr. Wen habe ich nicht alles entdeckt dank dieses Ortes, der offen ist für alles und die Augen öffnet für all das, was es auch noch gibt in der großen und zunehmend unübersichtlichen literarischen Welt.

Ich möchte mir nicht vorstellen müssen, wie diese Plattform verschwindet, ich möchte vielmehr sehen, wie die Entwicklung weitergeht. Am liebsten sehen, wie die Entwicklung weitergehen könnte, wenn die Sorge um finanzielle Unterstützung wegfallen würde.

Wenn jeder von uns, der hier liest und von der unermüdlichen Arbeit Juliettas und ihres Teams profitiert, wenigstens ein Sternchen  spenden  würde, und ich wage zu behaupten, dass jeder das finanziell stemmen kann, dann hätte Fixpoetry nicht nur die Lippenbekenntnisse und Leserinnenzahlen als Rückhalt, sondern wenigstens ein wenig Geld, um sich auf das konzentrieren zu können, was diesen Ort so wertvoll macht: unabhängig und neugierig über Literatur zu reden.

Ich bin ab heute ein Stern. Bitte macht mit!

11 Gedanken zu “Es soll Sterne regnen

  1. eine gute initiative, liebe mützenfalterin!
    dank und lieben gruß zu dir!
    auch ich schätze julietta sehr und wünsche mir, dass fixpoetry weit(er)hin leuchten möge.

    ein stern bin ich übrigens auch, seit mehr als einem jahr …

    herzlich: pega

  2. (Ich lese dort eigentlich immer nur dich, aber sobald ich das nächste Mal wieder ein bisschen Geld über habe, werde ich etwas abzweigen.)

    Du bist für mich ein sehr schön leuchtender Stern! ❤

  3. Danke fürs Aufmerksammachen!

    Ich blogge jetzt übrigens auf
    dennallesfliesst.home.blog

    Liebe Grüße
    Marion (ehemalswechselweib)

  4. Ich habe mich auch für einen Stern angemeldet. Danke für die Werbung, liebe Elke.
    Das Wort „Ehrenamt” bzw. „ehrenamtlich” sollten wir, meine ich, für diejenigen reservieren, die fett Kohle verdienen und es sich aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Vergütung und finanziellen Unabhängigkeit erlauben können, eine Sache auch einmal für lau zu machen. Für uns vom Kulturprekariat aber, denen zu Monatsende oder vorher das Geld ausgeht, würde ich nach wie vor das Begriffspaar „Selbstausbeutung/selbstausbeuterisch” bevorzugen und für zutreffend halten.
    Sicher, das Schreiben macht auch Freude und stellt einen Lohn an sich dar. Das Ergebnis des Schreibens aber – zum Beispiel Dein muetzenfalterin-Blog, den Du so lange nun schon mit sagenhafter Zähigkeit und Disziplin betreibst – ist auch ein Wert. Ich meine, es ist nicht gerecht, dass Du kein Geld dafür bekommst. Mindestens WordPress sollte Dich bezahlen, weil Du regelmäßig Content für sie schaffst.
    Mit besten Grüßen vom Stadtrand,
    Meinolf

    1. Ich danke Dir sehr für Deine Worte, Meinolf, und natürlich für den erworbenen Stern. Das ist toll. Schade ist nur, das klingt ja in Deinen Worten auch an, dass die Solidarität sich häufig auf diejenigen beschränkt, die selbst sehr wenig haben. Da müsste noch sehr viel passieren in unserer Gesellschaft. Aber nicht auszudenken, was dann alles möglich würde.

  5. Ja, das kann man bedauern, aber was soll’s! Was zählt ist, dass Solidarität da und wirklich und wirksam ist. Und in diesem Fall hier war sie doch ansteckend! – Dein letzter Satz erinnerte mich an Rutger Bregman, der in seinem neuen Buch von der These ausgeht, dass der Mensch von Grund auf gut ist (Im Grunde gut, so heißt es dann auch auf Deutsch, mit einer kleinen Bedeutungsverschiebung. Der Originaltitel ist schöner: De meesten mensen deugen, was ich – aber vielleicht falsch? – mit Die meisten Menschen taugen übersetzen würde.) Ohne das Buch gelesen zu haben: Ich vermute, dass Bregman genau das ausführt: was alles möglich wäre.

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