(12)

Es geht um Veränderung. Und wie sie zum Stillstand kommt. Wie das Leben kommt und geht, und nur die Angst bleibt. Die Erinnerung, die alles enger macht, kleiner, unklarer und begrenzter im Jetzt. Die Frage, wo die Gefühle geblieben sind, die Leidenschaft. Ein Jahr und noch ein Jahr. Noch mehr Vergangenheit. Noch weniger Gegenwart.

 

(10)

Ich kann meine Gedanken nicht festhalten. Also halten sie mich fest.

Die Welt scheint immer größter und unübersichtlicher zu werden, je älter ich werde. Als würden wir mit unseren kleinen zerknitterten Greisengesichtern geboren und wüssten alles, verfügten über eine nahezu universelle Weisheit, die wir dann, nach und nach, Jahr für Jahr, verlieren.

(9)

Ich sterbe und weiß immer noch nicht, was ich eigentlich denke.

Fragwürdigkeit. Was für ein positiver, wahrhaft würdevoller Begriff.