(10)

Ich kann meine Gedanken nicht festhalten. Also halten sie mich fest.

Die Welt scheint immer größter und unübersichtlicher zu werden, je älter ich werde. Als würden wir mit unseren kleinen zerknitterten Greisengesichtern geboren und wüssten alles, verfügten über eine nahezu universelle Weisheit, die wir dann, nach und nach, Jahr für Jahr, verlieren.

6 Gedanken zu “(10)

  1. Nicht verlieren, sondern: sie entfällt uns, und fällt uns vielleicht wieder zu, oder? Nur darf man nicht taub sein, sondern muss bereit bleiben, zu resonieren (und zu raisonnieren).
    Das Ich ist ja auch schon unübersichtlich … Immerhin wird es mit der Zeit nicht unübersichtlicher. Ich nähre die Hoffnung, mit Hilfe eines Feldstechers (Selbstbeobachtung) die Nebel durchdringen zu können.
    Viele Grüße!

    1. Natürlich hast du Recht, und natürlich ist man viel zu häufig, wider besseres Wissen, dennoch taub. Und das Ich, herrje, ich weiß nicht, wird es wirklich nicht unübersichtlicher? Vielleicht wird es sogar zu übersichtlich?

  2. Ich würde meinen, ab spätestens 50 Lebensjahren beschleicht einen so ein Gefühl. Alles ist schneller.
    Aber da ist auch der Gedanke, ich muss nicht mehr müssen, ich kann oder halt nicht.

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