Was ist Literatur?

Marlene Streeruwitz definiert Literatur als „Schreibung“ statt als Beschreibung von Welt. Der Versuch einer Konstruktion (oder Revolution?). Sie schreibt: „Ein Modell der Welt in Sprache“. Und: „Die in der Sprache hergestellte Figur von Welt hat die Fähigkeit, sich zwischen den Blick auf die Welt zu schieben. […] Literatur ist damit der Kampf gegen die Endlichkeit im Bericht über die Not, leben zu müssen.“

Über Kanonbildung und Literaturpäpste sagt sie: „Das ist kein interessierter Blick. Das ist ein Blick der Interessenslagen.“

„Literatur ist immer schon Beschädigtheit, Unvollkommenheit, Verzweiflung. Unerträglichkeit […] Sie verschafft der Bedürftigkeit und dem Begehren Zeit.“

Sie schreibt dies in der Neuen Rundschau 2019/1: „Jenseits von Raum und Zeit. Phantastische Literatur im 21. Jahrhundert.“ Der gesamte Text ist hier.

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