(31)

Was ist mit Grausamkeit? Es gibt sie zweifellos. Und sie ist eines dieser Phänomene, die mich fast reflexartig dazu bringen, zu denken: das sollte es nicht geben, so sollte es nicht sein. Mein Schutzmechanismus, um mich nicht damit auseinander setzen zu müssen. Im „wahren“ Leben.

Andererseits die Faszination für Bosch, Rembrandt, Goya, Frida Kahlo, Louise Bourgeois. Eine Faszination, die die sehr deutlich vorhandenen Grausamkeiten in ihren Werken nicht ausklammert, gar nicht ausklammern kann.

6 Gedanken zu “(31)

  1. ja, es gibt sie und sie ist teil der welt, teil des lebens, teil des lebewesens… und doch auch mein gedanke: es sollte sie nicht geben, bzw. sie sollte sich so kanalisieren, dass sie niemandem weh tut. und das geschieht in der kunst… mich stößt grausamkeit in der kunst zum teil ab, aber sie fasziniert mich auch. vermutlich, weil diese kunst ehrlich ist/ auf mich wirkt, weil sie das ganz-sein zulässt, weil sie kein blatt vor den mund nimmt. und zeigt, was zu zeigen ist (und darüber hinaus… und das ist ja auch eine chance. eine chance zum sich-auseinandersetzen.

      1. Gebe es sie Grausamkeit und das Böse im Leben nicht, an was sollten wir messen und unsere geistigen Messer schärfen , um klar zu unterscheiden, was wir selbst wollen und nicht wollen. Beides auszugrenzen hieße, das Leben weich zu spülen und seine Abfründe zu ignorieren.

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