(26)

Der Mann am Tisch gegenüber kündigt an, einen Vorschlag zu machen. Macht ihn das zu einem entschlosseneren, besseren Menschen? Und ist es das, worüber ich mir Gedanken mache, oder will ich nur Sätze aufschreiben können, für die mich irgendwann irgendwer bewundern wird?

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9 Gedanken zu “(26)

  1. Der Mann am Tisch gegenüber ist nicht der Mann gegenüber am Tisch …

    Das beschäftigt mich tatsächlich, daß ich nicht erkennen kann, ob es um einen Tisch oder um zwei Tische geht.

    Und dann ist der Grund, warum jemand Sätze aufschreibt (warum ich Sätze aufschreibe), plötzlich nur noch Nebensache.

      1. Es ist ja eine solche bei mir auftretende Unklarheit nichts per se Schlechtes, regt ja zu mehr denken an.

        Und wahrscheinlich hättest Du für die Situation mit einem Tisch anders formuliert: der Mann, mir gegenüber am Tisch, …

      2. ja genau, ich hätte es anders formuliert, das wäre dann auch ziemlich klar gewesen. aber es ist ja ein wichtiger Hinweis, dass das, was ich für eindeutig gehalten habe, sprachlich doch nicht so klar war.
        besser wäre dann: am Tisch gegenüber von meinem Tisch, sitzt ein Mann, der…

  2. wer nur „ankündigt“, (einen vorschlag zu machen), ist nicht entschlossen oder gar besser, sondern will sich erstmal nur wichtig machen. warten wir den vorschlag ab, sofern er überhaupt kommen wird! tolle miniatur, die für mich auch ein wenig spiegel-effekt hat… ein gegenüber ist ja immer in irgendeiner art und weise auch spiegel… und letztlich führt sie auch mich wieder mal zu der frage: warum schreibe ich? auf jeden fall auch, um gehört zu werden…

  3. Ich empfinde diese Art Deiner Sätze oft als einen Tick zu unentschieden. Ich verstehe sie als Angebot, eigene Gedanken weiterzuspinnen, oder eine Szenerie auszumalen, aber ich wünschte mir oft schärfere Konturen. Ansonsten denke ich auch, dass es egal ist, warum jemand was auch immer in sein Blog schreibt. Dass die meisten schreiben, um eine Resonanz zu bekommen: Jajajaja.

  4. diese Art von unentschieden ist vielleicht nicht beabsichtigt, aber völlig okay. Erstens schreibe ich hier ja nichts, was wirklich fertig ist, und zweitens gefällt es mir sehr gut, wenn du schreibst, du verstehst die Sätze als Angebot, Gedanken weiterzuspinnen und sich Szenerien auszumalen.
    Und ich glaube absolut nicht, dass es egal ist, warum jemand schreibt. Auf keinen Fall. Nur weiß ich es bei mir selbst manchmal wirklich nicht. Oder vielleicht bin ich nur zu feige, oder unentschieden?, um es zu erkennen? vielleicht fehlen mir selbst die schärferen Konturen, die du bei den Sätzen vermisst. Vielen Dank jedenfalls für diesen Kommentar, da ist viel zum Weiterdenken und ausmalen für mich drin 😉

  5. Ach so, also ich meine mit „egal“, dass es keinen Grund geben muss. Niemand sollte erklären müssen, nicht mal sich selbst, warum sie oder er schreibt. Ansonsten, ja: Mut haben, schärfere Kanten zu finden, das eben auch. Aber weiche Konturen können unheimlich schön sein. Patt mal wieder. Und sonst für mich noch eine gute Anregung: Wann ist ein Text fertig. Bei mir bestimmt das ja meist die Uhr. Aber für mich selbst – !?

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