(17)

Ein Mann sitzt in der Straßenbahn, der seine ganze Habe mit sich zu führen scheint. Größer als mein Mitgefühl, ist meine Abneigung gegen den Geruch, den er ausströmt. Ich schäme mich. Es ist, als würde ich ihm mit dieser Abneigung einen Teil seiner Würde aberkennen.

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3 Gedanken zu “(17)

  1. Ähnlich ging es mir neulich erst, als ich es im U-Bahnhof nicht schaffte, bis zur Mitte des Bahnsteigs zu gehen, weil dort ein obdachloser Mann mit außerordentlich deutlichem Körpergeruch saß. Leider sind mein Magen und meine Nase empfindlich. Ich schimpfte trotzdem auf mich – weil ich es doch richtig finde und unterstütze, wenn obdachlose Menschen während der Kälteperiode in den Bahnhöfen geduldet werden und ich hätte mich am liebsten demonstativ neben ihn gestellt um zu zeigen – ich bin mit Dir auf einer Augenhöhe, ich achte Dich, ich respektiere Dich, Du bist ein Mensch wie ich.
    Es ging nicht …

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