(23)

Ich lebte in einem großen Koffer voller Angst. Erstarrt in meinem Willen zur Flucht.

Die Freundlichkeiten eines humorlosen Tages und wie Espedals Texte immer wieder auf Goyas schwarze Bilder zulaufen.

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(22)

Ich hätte sie fragen können, ob sie tatsächlich so langweilig ist, wie es scheint. Warum sie sich die Haare färbt, statt zu ihrem körperlichen Verfall zu stehen, und warum sie es nicht persönlich genommen hat, als ich gesagt habe, angesichts so viel großartiger Literatur um mich herum, hätte ich aufgehört eigene mittelmäßige Werke zu verfassen.

(21)

„Den Tag ins Bett legen“ – ein Druckfehler, der voller Poesie ist, einen Raum voller Möglichkeiten öffnet.

Der Raum wird warm, weitet sich, während die Erwartungen abkühlen, sich zurückziehen.

Wie die Dunkelheit uns verschwinden lässt, um der Vorstellung von etwas anderem, davon, wie wir sein könnten, Raum zu schaffen.

(20)

Widerstandslos reiht man sich ein, in den Reigen der Ahnungs- und Wirkungslosen. In die Reihen derer, die nicht wissen, was sie tun, und auch nicht die geringste Anstrengung unternehmen, es herauszufinden.

(18)

Die Angst, allein zu sein mit seiner Geschichte. Und was kann man tun mit seiner Angst, außer sie aufzuschreiben, um sie zu überwinden.

Und vielleicht herausfinden, wo der Unterschied liegt zwischen Angst und Schmerz. Oder wie das eine das andere bewirkt. Wie alles zusammenhängt, auch wenn das eine das andere versteckt.

(17)

Ein Mann sitzt in der Straßenbahn, der seine ganze Habe mit sich zu führen scheint. Größer als mein Mitgefühl, ist meine Abneigung gegen den Geruch, den er ausströmt. Ich schäme mich. Es ist, als würde ich ihm mit dieser Abneigung einen Teil seiner Würde aberkennen.