Tempo

Ich rede zu langsam. Irgendwann habe ich mir angewöhnt, jedes Wort zu drehen und zu wenden, bevor ich es ausspreche. Die Zusammenhänge zu prüfen und nochmals zu überprüfen, bevor ich einen geschriebenen Satz sichtbar mache. Es ist nicht so, dass ich mir das Scheitern und Fehler machen verbiete, aber häufig bin ich vor lauter Skrupeln so langsam, dass die Diskussion vorbei ist, bevor es mir gelungen ist, eine Haltung dazu zu finden.

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10 Gedanken zu “Tempo

  1. Ich mag es, wenn man nicht einfach drauflos plappert, wenn man über die Worte nachdenkt, sie überprüft, so wie du schreibst, du wärst zu langsam, so denke ich oft, dass ich zu schnell bin –

    1. Mir gefällt sehr, was Ingeborg Thoring dazu geschrieben hat. Du springst einfach schneller in das Seil, während ich da stehe und lange beobachte und überlege, wann wohl der richtige Zeitpunkt sein könnte… Keins davon ist richtig oder falsch, das eine ist eben Ulli und das andere bin ich 😉

  2. womöglich ist genau dieses tempo mit verantwortlich für die unglaublich faszinierende dichte deiner sprache, vor allem der geschrieben. eine kunst, die ich nur selten finde und verehre. 💓

  3. … Sprache ist Leben … das Leben regelt sein Tempo selbst, denke ich gerade. Diskussionen haben manchmal so etwas wie Seilchen springen an sich, bei dem der Augenblick, um einzuspringen, der subjektiv wichtigste ist.

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