Tod

Der Tod drängt sich gerade wieder in den Vordergrund. Die Nachricht vom plötzlichen Tod Oleg Jurjews, die Betrachtungen von Andreas Wolf, diese wohltuende Wut, die ich fast nie empfinde.

Ich selbst hatte mir im Juni notiert: Was, wenn der Tod aber wirklich die Vollendung des Lebens ist? Die Krönung, das Beste und Schönste, das einem Lebewesen widerfahren kann? Würde das nicht alles radikal ändern? Wir hätten keine Angst mehr vor dem eigenen Tod, und auch der Tod der anderen verlöre seinen Schrecken, er wäre nur noch deshalb schmerzhaft, weil uns dieser eine, unersetzliche Mensch fehlt. Aber was für ein Trost, wenn wir glauben könnten, er habe das größte Geschenk empfangen und eine bessere Stufe erreicht.

Würde die Gesellschaft unter diesen Bedingungen überhaupt noch funktionieren? Steht darum nichts über den Tod des ersten Menschen in der Bibel? Nur diese Sache mit der Auferstehung? Und über Lazarus, der von den Toten wieder auferweckt wird?

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