26. Dezember

Regen peitscht ans Fenster. Ich lese Knausgard und danach Eribon. Ich will verstehen, so als wäre Verstehen etwas, das aus losen Fäden, aus abgebrochenen Linien, ein Bild entstehen lässt. Und lerne stattdessen immer wieder, dass Verstehen in der entgegengesetzten Richtung funktioniert. Nämlich in der Zerlegung vermeintlich fester Bilder, sicherer Gedankengebäude, in ihre Einzelteile, lose Fäden, unterbrochene Linien.

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4 Gedanken zu “26. Dezember

  1. Merkwürdig, gestern schrieb ich in mein Tagebuch: „…Dann wieder gibt es Momente, wo ich meine, die zerrissenen Fäden meiner Existenz zusammenfügen zu können“. Der umgekehrte Vorgang, dieselben Wörter. .

  2. Vielleicht ist Leben ja genau das? Immer wieder auseinander dividieren und neu – immer wieder anders – zusammenfügen. Immer im Versuch, zu verstehen.
    Wunderfein gewobene Zeilen, die du da geschrieben hast.

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