Lass mich los

Eine weitreichende Deutung der Begegnung Marias mit dem auferstandenen Jesus gelesen. Er ruft sie, aber als sie ihn berühren will, weil sie denkt, jetzt ist endlich alles wieder wie früher, stößt er sie zurück, sagt: Lass mich los. Das ist es. Und das ist schmerzhaft. Aber der andere Teil ist, dass nach dem Loslassen, dem schmerzhaften Abschied nehmen, die Möglichkeit (und sogar die Forderung) nach einem Neuanfang steht, die Auferstehung, nicht nur des gekreuzigten Jesus, sondern auch der leeren, sohnlosen Mutter. Irgendwie hat mich das getröstet, es fühlte sich an, als würde mich jemand verstehen, als hätten die Mütter schon vor 2000 Jahren so gefühlt.

2 Gedanken zu “Lass mich los

  1. Mutterliebe ist von Geburt an loszulassen, sagte unsere Geburtsvorbereitungshebamme damals. Sie sagte auch: Nur wenn ihr loslasst, kommen die Kinder auch gerne und freiwillig immer wieder zu euch zurück.

    Das vergesse ich wohl nie.

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