Eine Schüssel voll Wolken

Manchmal denke ich
Dass jetzt dieser Punkt gekommen ist
An dem nichts weiter zu sagen bleibt
Ich öffne die Fenster
Konzentriere mich auf die sinnlosen Bewegungen meiner Hände
Und höre zu
Höre das Schweigen
Und versuche es wörtlich zu nehmen

Diese müden Tage
Die man sich auf den Rücken bindet
Und das einzige was mit beunruhigender Beständigkeit
Wiederzukehren scheint
Ist der Glaube an die Niederlage
Das eigene Unvermögen

Wenn die Heiligen einmarschieren
sehe ich nur diese Frau mit den meergrünen Augen
Diesem liebevoll zersetzenden Blick
Sie sagt ich bin eine mittelalte Hexe
Aber du kannst mich Anne nennen
Ich habe eine Schüssel voll Wolken mitgebracht
Wir setzen uns
Die Schüssel zwischen uns auf dem Tisch
Und keine von uns sagt ein Wort

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10 Gedanken zu “Eine Schüssel voll Wolken

  1. Eine Schüssel mit Wolken….was für ein schönes Bild…. ein alter Freund erzählte mir vor vielen Jahren, dass er wohl als Kleinkind immer nach den Wolken greifen wollte und aber ausgerufen haben soll. Quark, Quark…, ( er liebt Quark). ….warum muss ich jetzt daran denken ? ……wer weiß schon…. jedenfalls gefallen mir deine lyrischen Zeilen sehr. Marie

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