Sommer

Der Sommer wuchs. Mit ihm der Wind. Ich saß abseits. Meine Gedanken waren eine gesteigerte Maßlosigkeit. Nahezu alles geriet in Vergessenheit. Allein die Erinnerung hielt dem Untergang stand. Ich schickte blasse Bilder in die Welt und die Welt antwortete mit saftgrünem Gras, samtbrauner Erde. So bodenständig, dass mein Blick entrückte. Endlich von mir absah.
Das Gras tanzte, und die Grenzen meiner Endlichkeit gerieten in Bewegung.
Ich war eine Verdurstende, die sich die Zeit von den Lippen leckt.

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4 Gedanken zu “Sommer

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