Früher

„Früher“, sagt die Frau. Denn das rückt die Angst fort, die Notwendigkeit, eine Entscheidung zu treffen. In der Vergangenheit, im „früher“, ist alles beruhigend abgeschlossen, starr, bewegungslos.

„Früher“, sagt die Frau. Aber dann dreht sie sich nicht um, sondern zerreißt dieses Band, das immer enger wird, immer heftiger an ihr zieht, ihr den Raum zum Atmen zu nehmen scheint. Und plötzlich fällt sie in eine Leere, die sie nach vorn zieht, die alles weit und offen macht, die sie mit Freude und Dankbarkeit anfüllt.

„Jetzt“, sagt die Frau und strahlt. Strahlt wie eine Sonne, deren Strahlen nach vorne und nach hinten fallen, aber immer speisen sie sich aus der Mitte, aus sich selbst heraus.

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9 Gedanken zu “Früher

  1. wo holst du das her?! es setzt mich auf einen seiner beiden flügel und mit einem schlag schwebe ich sehr weit oben. ich überblicke plötzlich das großeganze.
    es ist wie fliegen und schmecht nach melone.
    ich will sofort mehr davon, elke. das ist so genial! 😘

  2. Ja, das Loslassen….es darf ruhig einmal herüberwehen, das Gestern, aber wir dürfen nicht verharren dort. Nur davon lernen. Und dann wieder ins Jetzt. Liebe Grüße, Marie

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