Sieben

Ich werde nie darüber hinweg kommen. Ich bin mir selbst die sieben Berge, hinter denen ich mich verstecke. Aber die Erinnerung findet mich, um mir in ständig wechselnden Verkleidungen aufzulauern, und mich zu vergiften. Bleibt die Frage, wer die sieben Zwerge sind, die mich immerhin ein paar Mal retten und ins Leben zurückholen. Bleibt die Frage, wann mir der Apfelschnitz im Halse stecken bleibt, oder ob ich schon im gläsernen Sarg liege. Bleibt die Frage, ob ich den Prinz, der mich retten und heiraten will, nicht sofort vor den Kopf stoße. Bleibt die Frage, wie man das aushält, ein Leben ohne klar erkennbaren Sinn.

Advertisements

4 Gedanken zu “Sieben

  1. Ich glaube, das ist einfach so in unserem Leben: Immer gibt es eine böse Fee, Widersacher, die unsere Sehsüchte missbrauchen und uns mit Illusionen (vergifteter Apfel, Kamm) betrügen. Aber immer gibt es auch helfende Zwerge (Genien, gute Geister, Freunde, Deine Kreativität… ), die uns bei sich aufnehmen. Die Berge zu überqueren, ist doch schon mal was, bravo, Schneewitchen (Distanz)! Und auch der Prinz, denke ich, das sind wir selbst. Wir küssen uns selber wach. Ein geniales Märchen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s