Vorbild

Vor dem Fenster erwacht der Tag. Wie viele Male ist dieser Satz schon geschrieben worden? Und immer war ein anderer Tag gemeint. Andere Stimmen, andere Luft, andere Geräusche.

Wie wir immer wieder (vergeblich) versuchen, uns zu erinnern. Und nie entsteht Wahrheit, im besten Fall eine stimmige Geschichte. Eine Nachdichtung des Lebens.

Inne halten und sich fest beißen, absichtslos würdigen und genießen, wie immerzu alles für mich sorgt. Schweigen und reden.

Und dieser Sommer. Das Vorbild der wilden vollkommen absichtslosen Mohnblumen, die so lange unverschämt rot leuchten, bis ich mir einbilde, dass auch ich das kann. Im Sommer leben, um im Winter über das Erlebte nachdenken zu können.

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Ein Gedanke zu “Vorbild

  1. „Im Sommer leben, um im Winter über das Erlebte nachdenken zu können.“ Das nenne ich ja gerne Sammelzeit!
    Danke für alle deine Zeilen, die intensiv zu mir sprechen!
    herzlichst
    Ulli

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