Trennung

Die Trennung, die scheinbar unüberwindbare Einsamkeit, unter der ich unterschwellig ständig leide, wird aufgehoben durch die Literatur. Ich habe das Gefühl, jemanden zu kennen, Zusammenhänge zu begreifen. Und wieder ist es die Form, die mich aufhebt, und wo kein Ich ist, kann auch keine Trennung sein. Indem ich als Leser die Fäden sehe, werde ich selbst zu einem Faden im Geflecht, ich gehöre dazu. Ich bin weder mit meiner Angst, noch mit meiner Getrenntheit und Einsamkeit allein.