Nachdenken über Form

Wenn Form mit Festhalten, mit Bewegungslosigkeit assoziiert wird, kann ich verstehen, dass man sie ablehnt, sie fürchtet.

Andererseits, was wäre das Leben ohne Form? Die Gedanken, Empfindungen, Ängste, was würden sie aus uns machen, in welcher Weise würden sie sich unseres Lebens bemächtigen, es vereinnahmen, wenn wir nicht die Möglichkeit hätten, demm allen eine Form zu geben. Eine Form die einem gegenübertritt, der man selbst gegenübertreten kann, wie etwas Fremden, etwas eigenem. Etwas, mit dem man sich auseinander setzen, das man vielleicht sogar verändern kann.

Und natürlich fällt mir dazu ein Zitat aus „Alles hat seine Zeit“ ein.

„Bekanntermaßen können die Engel jede beliebige Form annehmen. Weniger bekannt ist hingegen, dass die Form, die sie annehmen, für sie auch eine Bedrohung darstellt. Halten sie zu lange an ihr fest, beginnt die Form sie zu prägen, und falls sie die Warnsignale nicht erkennen, wird die Form sie schließlich vollends vereinnahmen.“

Womit der Kreis sich schließt, weil Form hier wieder zu einer Bedrohung, zu etwas Einengendem wird.

Wie überall und immer wieder im Leben, ist es auch hier die Frage der Balance, immer wieder muss das Gleichgewicht neu austariert werden.

Advertisements