17. Februar

Ich sitze hier, lese die Besprechungen der Kollegen, sehe wie neue Sterne am Rezensentenhimmel aufgehen, und komme nicht umhin zu bemerken, wie ich selbst immer mehr in den Hintergrund trete. Und obwohl ich es nicht will, spüre ich Aufregung und Angst. Auf einmal steht nicht mehr die Frage im Vordergrund, ob ich weiter Bücher besprechen will, wie ich die Freude daran zurück gewinnen kann, sondern da ist nur noch der Stress verursachende Aufruf: du musst etwas tun, damit du nicht ganz über den Rand fällst, an den du dich selbst gedrängt hast.

Und das Vertrauen, langsam wieder auf einen ureigenen Weg zurück zu finden, zu einer Art über Bücher zu sprechen, die meine ist, wird überlagert von der (eigentlich gesunden und vernünftigen) Verweigerung, mich diesem (selbstgemachten) Druck auszusetzen.

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8 Gedanken zu “17. Februar

  1. Weißt Du was, Du kommst mir ganz schön nahe mit Deinen Worten, ich glaube, ich kann Dich verstehen…
    …Ausweg scheint es da keinen zu geben,
    nur schreiben
    immer
    weiter
    schreiben

    immer

    weiter

  2. Unter Druck geht eh nix, denke ich- und weisst du, ich habe gerade eigentlich nicht viel zu sagen, das hat aber nichts mit dir und deinem zu tun, wollte nur mal gesagt werden, weil ich Zurzeit meist nur Sternchen verteile …
    liebe Grüsse
    Ulli

  3. In Deiner Angst und Aufregung steckt m. E. eine große, kreative Energie. Lass ihn endlich raus, den unterdrückten Krieger. Er ist mit Recht wütend, dass er nicht auch als Stern am Rezensentenhimmel leuchten darf (die anderen kochen nämlich auch nur mit Wasser…). Deine Rezensionen sind eigenständig und gut. Mach weiter, kämpfe, mach Dich bemerkbar! Lass die Angst hinter Dir. Spring! Deine Wut tut gut!

    1. Ja, an diese kreative Energie, die hinter Angst und Aufregung steckt, glaube ich auch, da will ich endlich wieder dran kommen. Manchmal braucht man Geduld. Eine der schwierigsten Übungen für mich. Danke für Deine Ermutigung.

  4. Ich stelle es mir schwierig vor, zu schreiben, weil man nicht untergehen will. Es geht vielleicht eher darum, Bücher oder andere Dinge zu finden, über die man was zu sagen hat. Vielleicht ist das die Richtung. Nach spannenden Dingen Ausschau halten, nicht nach der Konkurrenz.

    1. Ich finde, du sprichst da etwas sehr wichtiges an, nämlich die Ergänzung an die Stelle der Konkurrenz zu setzen, sich immer wieder zu verdeutlichen, dass wir nicht gegeneinander sondern miteinander arbeiten, und jeder seinen Teil beisteuern kann. Solche Gedanken retten mich vielleicht aus diesem unrichtigen, aber nicht weniger wirksamen Gefühl, untergehen zu können. Danke.

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